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Ein ganz gewöhnlicher Jude

Schauspiel von Charles Lewinsky

Emanuel Goldfarb ist Journalist. Goldfarb lebt in Deutschland. Goldfarb ist Jude. Eines Tages erhält er den Brief eines Lehrers, der ihn bittet, vor seiner Klasse über seine jüdische Identität zu sprechen. Goldfarb ist empört, ach was, er ist entsetzt und stinksauer und setzt sich sofort an seine alte Schreibmaschine, spannt einen Bogen Papier ein, beginnt mit der Anrede "Lieber Herr Gerhardt", reißt den Bogen sofort wieder heraus und echauffiert sich. Wieso überhaupt "lieber" Herr Gebhardt? Er kennt den Mann doch überhaupt nicht und er will ihn auch nicht kennen, diesen philosemitischen, Neugier heischenden Gutmenschen.

Gebhardt meint es gewiss gut, nur für Goldfarb ist diese Neugier eine Zumutung. Er ist kein "jüdischer Mitbürger", er ist Jude und will nichts anderes sein als "ein ganz gewöhnlicher Jude" und da beginnt für ihn die Pein, denn er weiß selber nicht so genau, was das eigentlich ist. Diese Ungewissheit ist der Ausgangspunkt für einen 70minütigen Monolog des Schweizer Autors Charles Lewinsky, der vordergründig eine Auseinandersetzung mit dem imaginären Herrn Gebhardt ist, inhaltlich für Emanuel Goldfarb aber die schonungslose Offenlegung der eigenen Identitätskrise.

GOLDFARB: Michael Jakobsohn

INSZENIERUNG: Uschi Nocchieri

Termine
Freitag, 07. September 2018
Samstag, 08. September 2018
Beginn 20:00 Uhr - Eintritt 12 Euro, ermäßigt 8 Euro

Karten online

Ort:
die hinterbuehne, Hildesheimer Str. 39a, 30169 Hannover

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